Weniger komplex: Verfahren zur Behandlung unbezahnter Kiefer mit festsitzenden Komponenten von Straumann.

Wiedergabe der Fotos mit freundlicher Genehmigung von Dr. Runyon und Dr. Ralstin, Laborarbeiten von Darrel Clark, Diplom-Zahntechniker, Fort Worth, Texas, USA

Ausgangssituation: Eine 55-jährige Patientin stellte sich mit problematischem Zahnstatus im Oberkiefer in der Zahnarztpraxis vor. Aufgrund ihrer Angststörung wurde die Entscheidung für eine einzeitige sofortige Behandlungsoption getroffen.

  • Präoperative Situation
  • Studienmodell, chirurgischer Stent und provisorische Prothese
  • Okklusalansicht des Oberkiefer-Frontzahnbereichs
  • Aufklappung und Extraktion der Zähne im Oberkiefer
  • Straumann® BL RC Implantat mit SLActive® Oberfläche in Position 4 platziert
  • Verschraubtes Sekundärteil, 30° abgewinkelt
  • Intraoral platzierte provisorische Titankappen, nicht ineinandergreifend, in fazialer Ansicht
  • Block-out-Technik
  • Applikation des Abformmaterials (Blu-Mousse®), um die Austrittsstellen der provisorischen Sekundärteile zu identifizieren
  • Trimmen des Abformmaterials
  • Bohrung und Registrierung am Studienmodell
  • Registrierung mit provisorischer Prothese auf Studienmodell
  • Prüfung des passiven Sitzes und Passformkontrolle auf dem Studienmodell
  • Ausgeblockte posteriore Sekundärteile und Pick-up
  • Intraorales Pick-up mit Acrylmaterial
  • Passformkontrolle auf Studienmodell
  • Provisorische Prothese, postoperativ, in fazialer Ansicht: Zu beachten sind die bukkale Randverlängerung, die Anpassung an den Oberkieferkamm und die Beziehung zur natürlichen Unterkieferbezahnung
  • Für die endgültige festsitzende Brücke werden Straumann® CARES® Stege als Gerüst verwendet
  • 4 Monate später wird die endgültige festsitzende Brücke bei der Patientin eingesetzt
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Blu-Mousse® ist ein eingetragenes Markenzeichen der Parkell, Inc, USA.

Sofortige Versorgung mit einer implantatgetragenen Vollprothese für beide Kiefer

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Dr. Sergio Piano, Zahnarzt und Prothetiker, Genua, Italien

Ausgangslage: Bei einem 80-jährigen Patienten in gutem körperlichem Gesundheitszustand war ein festsitzender Zahnersatz auf beiden Kiefern als Ersatz einer vorhandenen ungeeigneten Prothese oben und als Restauration des «hoffnungslosen» Gebisszustands im Unterkiefer erforderlich (Abb. 1). Beim Lächeln des Patienten waren die Zähne des Oberkiefers kaum zu sehen und die Protrusion seiner Oberlippe wurde aus ästhetischer Sicht als zu stark beurteilt. Aufgrund einer gingivalen Rezession und einer parodontalen Erkrankung waren seine Unterkiefer-Schneidezähne übermässig zu sehen. Eine herausnehmbare Prothese im Unterkiefer wurde aufgrund des Würgereflexes nie vom Patienten vertragen. Der Patient bat daher um eine Versorgung beider Kiefer zur gleichen Zeit, um den Einsatz provisorischer herausnehmbarer Prothesen zu vermeiden und die Gesamt-Behandlungsdauer zu verkürzen. Das Ziel bestand darin, an einem Tag die Implantate in beiden Kiefern zu platzieren und deren Belastung mit verschraubten provisorischen Prothesen zu erreichen.

Ein besonderer Dank gilt Alessandro Giacometti für seine unschätzbar wertvolle Hilfe bei den Laborverfahren.

 

  • Extraorale Situation vor der Restauration
  • Die intraorale Aufnahme zeigt die Situation vor der Restauration
  • Überprüfung der idealen Aufstellung im Mund des Patienten
  • Im Oberkiefer zeigte sich bei der CBCT-Untersuchung an den Stellen, die für die Positionierung der Implantate gewählt wurden, eine sehr schlechte Knochenqualität. Daher fiel die Entscheidung für Bone Level Tapered Implantate, um die Primärstabilität zu erhöhen und eine sofortige Belastung zu erleichtern
  • Für den Oberkiefer wurde aus der diagnostischen Schablone eine chirurgische Bohrschablone gefertigt. Beim Unterkiefer wurde eine chirurgische Bohrschablone für die computergesteuerte Chirurgie (Guided Surgery) angefertigt
  • Zuerst wurde der Unterkiefer versorgt, indem die Implantate nach einem Guided-Surgery-Verfahren platziert wurden
  • Nach der Implantatplatzierung wurden die geeigneten verschraubten Sekundärteile ausgewählt und auf den Implantaten angebracht
  • Anschliessend wurde das Provisorium auf die Implantate gesetzt: Die Implantate wurden mit den Kappen verbunden, die sich mit der Oberkiefer-Bohrschablone in Okklusion befanden
  • Danach wurde der Oberkiefer versorgt. Das erste Implantatbett wurde mit den vorgesehenen Bohrern für Bone Level Tapered Implantate präpariert
  • Angesichts der geringen Knochenqualität (Typ 1) wurde die Stelle unterpräpariert, und es wurden Bone Level Tapered Implantate platziert, um die erforderliche hohe Implantatstabilität zu erreichen
  • Die geeigneten verschraubten Sekundärteile wurden unter Verwendung des entsprechenden Planungskits ausgewählt
  • Nach Abschluss des Einheilungsprozesses war ein gesundes Weichgewebe um die Implantate im Oberkiefer zu erkennen
  • Auch beim Unterkiefer zeigte sich ein exzellenter Zustand des Weichgewebes
  • Abformung: Für den Oberkiefer wurden Transferkappen und für den Unterkiefer Titankappen verwendet
  • Von Createch hergestelltes CAD/CAM-Gerüst, das später mit einem Kompositkunststoff verblendet wurde
  • Die Restauration erfüllt sowohl die ästhetischen als auch die funktionalen Kriterien
  • Abschliessende Röntgenbilder nach der Behandlung zeigen eine korrekte Implantatplatzierung und eine überaus präzise prothetische Versorgung

Die Createch Produkte sind möglicherweise nicht in allen Ländern erhältlich.