Nachhaltige Technologie für die Periimplantitis-Therapie

Für das mechanische Debridement der Oberflächen von Metallimplantaten hat Straumann kürzlich ein neues Instrument vorgestellt. Mithilfe der „TiBrush“ soll sich die Behandlungszeit signifikant verkürzen und die Lebensdauer von Implantaten verlängern.

Nach einer Schätzung des Instituts Straumann dürften bis 2015 weltweit rund 50 Millionen Dentalimplantate gesetzt sein. Ungeachtet des insgesamt erfolgreichen Einsatzes von Implantaten und deren Überlebensrate von über 97 % stehen die Zahnärzte vor der Herausforderung, eventuell auftretende mechanische oder biologische Komplikationen bei gesetzten Zahnimplantaten souverän zu meistern.

Periimplantitis gleich Knochenverlust

Eine mögliche biologische Komplikation bei Zahnimplantaten ist die Periimplantitis, eine multifunktionale destruktive Entzündung des Weich- und Hartgewebes rund um ein Implantat. Periimplantitis geht mit einem Knochenverlust einher und kann im schlimmsten Fall zum Implantatverlust führen. Unzufriedene Patienten und eine angeschlagene Reputation des Zahnarztes sind etwaige Folgen. Umso wichtiger ist es daher, bereits im Vorfeld einer Periimplantitis mit entsprechenden Mundhygienemaßnahmen sowohl seitens des Patienten als auch des Zahnarztes vorzubeugen.

Aber trotz aller Vorkehrungen ist eine Periimplantitis nicht immer vermeidbar. Je nach Stadium und Schwere der Infektion stehen mehrere Ansätze der Behandlung zur Verfügung. Bei einer frühzeitigen Diagnose sind nichtchirurgische Maßnahmen wie eine mechanische Reinigung, eine antiseptische Mundspülung oder eine Antibiotikatherapie indiziert. Die mechanischen Debridement-Verfahren reichen vom Einsatz von Küretten über das manuelle Abkratzen des Biofilms bis hin zur vollständigen Abtragung der infizierten Implantatoberfläche mit einer Dentalfräse.

Titanborsten erleichtern Zugang zu Implantatgewinden

In dieser Hinsicht sehen wir die TiBrush als wichtiges Element einer erfolgreichen Periimplantitis-Therapie. Aufgrund einer Studie ist die TiBrush dreimal effektiver im Vergleich zu einer Metallkürette und schont die Implantatoberflächen aus Metall. Die feinen Titanborsten des Instruments aus medizinischem Edelstahl sollen den Zugang zu den Implantatgewinden erleichtern. Jedes Instrument ist steril und einzeln verpackt und für die Behandlung bei nur einem Patienten bestimmt. Für optimale Ergebnisse beim Debridement und ein besseres taktiles Feedback empfehlen wir ausdrücklich den Einsatz in Verbindung mit einem oszillierenden Handstück. Dies hat man bei der Evaluierung von TiBrush durch acht Zahnärzte und 26 Patienten unter klinischen Bedingungen erkannt.