Hersteller von Dentalimplantaten darf seine Implantate nicht als ‚hydrophil‘ bewerben

  • Deutsches Gericht untersagt Medentis Medical GmbH („Medentis“), die Oberfläche seines ICX-templant Implantats als „hydrophil“ zu bewerben
  • Tests entlarven Produktversprechen von Medentis als unberechtigt

Basel, 26. Februar 2013 – Straumann hat eine wichtige gerichtliche Auseinander­setzung gegen einen Hersteller von Implantaten gewonnen. Dieser hatte auf irreführende Weise behauptet, seine Dentalimplantate besässen eine hydrophile Oberfläche. Ein Gericht in Deutschland hat nun endgültig entschieden, dass Medentis Medical GmbH (Dernau, Deutschland) sein ICX-templant Implantat nicht länger als „hydrophil“ bezeichnen darf.

Medentis hatte gegen die entsprechende gerichtliche Verfügung Berufung eingelegt, konnte das Gericht mit seinen unterstützenden Daten jedoch nicht überzeugen. In einer Anhörung am 24. Januar 2013 zog Medentis die Berufung zurück und akzeptierte die gerichtliche Verfügung.

Das Gericht wurde von Straumann angerufen, dem führenden Hersteller hydrophiler Implantate. Straumann hatte das Implantat von Medentis in den eigenen Labors getestet und dabei herausgefunden, dass dieses Produkt in Wirklichkeit hydrophob ist (d.h. einen Wasserkontaktwinkel von deutlich über 90° aufweist).

Die hydrophilen Eigenschaften der SLActive-Technologie von Straumann ermöglichen eine schnellere Osseointegration und so vergleichsweise kürzere Einheilzeiten.1,2,3,4,5

„Zahnärzte und Patienten wurden von diesem Produktversprechen getäuscht“, sagte Dr. René Willi, Executive Vice President Business Unit Surgical von Straumann. „Die Oberfläche des ICX-templant Implantats von Medentis verfügt nicht über hydrophile Eigenschaften, welche ein schnelleres Einheilen fördern. Eine schnellere Osseointegration sorgt für Sekundärstabilität nach der Implantation. Das Urteil des Gerichts verdeutlicht dies und ist zugleich ein wichtiges Signal an die Implantathersteller.“

Über Straumann

Straumann (SIX: STMN) mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein weltweit führendes Unternehmen für implantatbasierte, restaurative sowie regenerative Zahnmedizin. Zusammen mit führenden Kliniken, Forschungsinstituten und Hochschulen erforscht und entwickelt Straumann Dentalimplantate, Instrumente und CADCAM-Prothetik für Zahnersatzlösungen sowie Produkte für die Geweberegeneration resp. zur Verhinderung von Zahnverlusten. Insgesamt beschäftigt die Straumann-Gruppe rund 2‘500 Mitarbeitende weltweit. Ihre Produkte und Dienstleistungen werden in mehr als 70 Ländern über eigene Vertriebsgesellschaften und ein breites Netz von Vertriebsunternehmen verkauft.

 

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Referenzen

1 Buser D, Broggini N, Wieland M, Schenk RK, Denzer AJ, Cochran DL, Hoffmann B, Lussi A, Steinemann SG. Enhanced bone apposition to a chemically modified SLA titanium surface. J Dent Res 2004;83:529-533.

2 Ferguson SJ, Broggini N, Wieland M, de Wild M, Rupp F, Geis-Gerstorfer J, Cochran DL, Buser D. Biomechanical evaluation of the interfacial strength of a chemically modified sandblasted and acid-etched titanium surface. J Biomed Mater Res A 2006;78:291-297.

3 Schwarz F, Ferrari D, Herten M, Mihatovic I, Wieland M, Sager M, Becker J. Effects of surface hydrophilicity and microtopography on early stages of soft and hard tissue integration at non-submerged titanium implants: an immunohistochemical study in dogs. J Periodontol 2007;78:2171-2184.

4 Schwarz F, Sager M, Ferrari D, Herten M, Wieland M, Becker J. Bone regeneration in dehiscence-type defects at non-submerged and submerged chemically modified (SLActive) and conventional SLA titanium implants: an immunohistochemical study in dogs. J Clin Periodontol 2008;35:64-75.

5 Lang NP, Salvi GE, Huynh-Ba G, Ivanovski S, Donos N, Bosshardt DD. Early osseointegration to hydrophilic and hydrophobic implant surfaces in humans. Clin Oral Implants Res 2011;22:349-356.