Histologien aus klinischer Studie bestätigen schnelleren Osseointegrationsprozess von SLActive

Nach zahlreichen präklinischen und klinischen Studien konnte man erstmals anhand menschlicher Gewebeschichten in einer Humanstudie die besonderen Implantat-Eigenschaften von Straumanns Implantatoberflächentechnologie SLActive belegen.

SLActive-Implantate wurden entwickelt für eine erhöhte Sicherheit und reduzierte Einheilzeiten im Vergleich zu SLA-Implantaten. Selbst bei kritischen Protokollen erlauben sie eine hohe Vorhersagbarkeit der Behandlungsergebnisse.

Bereits 2005 wurde die sandgestrahlte und säuregeätzte SLActive-Oberfläche mit dem „Medical Device Technology Award“ ausgezeichnet. Sie besitzt die gleiche Makro- und Mikrostruktur wie die wissenschaftlich belegte SLA-Oberfläche. Zusätzlich verfügt sie, dank chemischer Aktivität und Hydrophilie, über verbesserte Oberflächeneigenschaften. Dies bedeutet, dass die frühe Heilungsreaktion gefördert und eine direkte zelluläre Wechselwirkung in der ersten Phase des Osseointegrationsprozesses ermöglicht wird. SLActive-Implantate seien im Vergleich zu SLA-Implantaten so konzipiert, um eine höhere Sicherheit zu bieten.

Das Ziel der aktuellen Humanstudie bestand darin, an gesunden Probanden die Geschwindigkeit und den Grad der Osseointegration der beiden Implantatoberflächen SLA und SLActive während der frühen Einheilphasen zu beurteilen. Nach einer geschlossenen Einheilung von 7, 14, 28 und 42 Tagen wurden die Implantate zusammen mit dem umgebenden Gewebe von 1 mm Dicke aus dem Knochen herausgefräst. Anhand von histologischen Schnitten konnte im Anschluss die Menge an neuem und altem Knochen, Knochensplittern und Weichgewebe sowie der Knochen-Implantat-Kontakt (BIC) analysiert werden.

Auf den ersten Blick ähnelten sich die Einheilmuster von SLA- und SLActive-Implantaten. Zwar ließ sich nach sechs Wochen Einheilzeit an beiden Oberflächen gut 61 Prozent neuer Knochen feststellen, jedoch war der BIC bei SLActive-Implantaten nach 14 Tagen stärker ausgeprägt, und nach 28 Tagen signifikant höher. In der vierten Woche lag der BIC bereits bei fast 50 Prozent, im Vergleich zu 32 Prozent bei der SLA-Oberfläche. In einigen Gewindegängen der SLActive-Implantate war die Osseointegration schon nahezu vollständig abgeschlossen: zudem zeigten sich neue mineralische Knochentrabekel, die sich bis in die provisorische Matrix erstreckten. Damit sieht Straumann sich in seiner Aussage bestätigt, in der kritischen Phase zwischen der 2. und 4. Woche mehr Sicherzeit bieten zu können.