Digitaler Scan verdrängt Abformpfosten

Wir schließen die Lücke in der digitalen Abformung. Jetzt lässt sich auch die Abformung für Implantatversorgungen mit Hilfe eines sogenannten repositionierbaren Manipulierimplantats digital erstellen.

Für die Abformung bei der Anfertigung implantatgetragenen Zahnersatzes musste man bislang viel Zeit aufbringen. Für den Zahnarzt und den Zahntechniker ist es mühselig und mit vielen manuellen Schritten verbunden, hierfür einen analogen Abdruck zu erstellen. Genauigkeit und Effizienz können bei dieser Vorgehensweise teilweise auf der Strecke bleiben.

Dieses Problem scheint gelöst. Unserer Meinung nach ist es jetzt möglich, mit dem intraoralen, puderfreien Scanner iTero auch diesen Prozess deutlich zu verkürzen und zu präzisieren. Zudem bliebe für den Zahnarzt alles beim Alten. Denn der bisherige Scanablauf ändere sich nicht.

Nach der Insertion und Einheilphase wird ein so genannter Scanbody auf das Implantat geschraubt. Nun scannt der Behandler wie gewohnt den Indikationsbereich. Anschließend schickt er die generierten Daten der digitalen Abformung zur Bereinigung an Align. Danach leitet Align diese Daten an das vom Behandler festgelegte Dentallabor weiter. Der Dentaltechniker schickt dann seine Daten an das Straumann-Fräszentrum. Dort wird das iTero-Fräsmodell entsprechend der Scandaten mit einer speziellen Vertiefung gefräst, in welche das repositionierbare Manipulierimplantat passt. Einzig dieses neue Hilfsmittel sei notwendig gewesen, um die konventionelle Abformung für Implantatversorgungen wegfallen zu lassen. Das repositionierbare Manipulierimplantat wurde eigens für die intraorale Scantechnik entwickelt, um die Position des Implantates exakt wiedergeben zu können.

Die aus rostfreiem Stahl gefertigten repositionierbaren Manipulierimplantate würden sich durch Schweizer Präzision und geprüfte Qualität auszeichnen. Im Dentallabor werden sie einfach in das Modell gesetzt. Fehler bei der Insertion seien dabei ausgeschlossen. Die repositionierbaren Manipulierimplantate sind mit allen unserer Implantate (Tissue Level, Bone Level, etc.) kompatibel. Sie besitzen die gleiche Innenverbindung, inklusive Rotationsschutz. Dem Labor sei dabei frei gestellt, ob es analog oder mittels CAD/CAM arbeiten möchte. Die Versorgung lässt sich mit dem repositionierbaren Manipulierimplantat vom Techniker aus dem Modell entfernen, weiter bearbeiten und dann wieder in das Modell einsetzen – es würde die exakt gleiche Position des Implantates im Mund aufweisen.

Wir sind von dieser innovativen Anwendung überzeugt. Michael Rynerson, Leiter des IOS Lead Teams: „Wir bieten als innovatives Unternehmen jetzt einen komplett digitalen Workflow an – vom intraoralen Scan bis zur Implantatprothetik. Dies ist die Grundlage für eine Erhöhung der Effizienz und Qualität. Dieser Prozess erleichtert die Kooperation zwischen Chirurgen, Zahnärzten und Dentallaboren deutlich.”